Jurybericht

Veronika Spierenburg

Geburtsjahr, Ort
1981, Zürich
Fachbereich
Bildende Kunst und Performance

Veronika Spierenburgs Videoarbeiten zeigen architektonische Bauwerke als Bühne und Protagonist zugleich. Sie tragen die Geschichten der Menschen mit sich, die sie erbauten, derer die sie belebten und zu guter Letzt auch die Geschichte des Betrachters, in dessen Wahrnehmung das Objekt weiterlebt. Es ist eine Überschneidung unterschiedlicher Zeitstränge, die Spierenburg sichtbar macht, indem sie die Orte in Zusammenarbeit mit Performern und Musikern oder mit ihrer eigenen Kamera abtastet. Durch die Bewegung und den Diskurs entsteht dabei der eigentliche Raum. Während ihres Aufenthalts in Paris möchte Spierenburg nun einen Schritt weitergehen und eine Modeshow erarbeiten, die Textfragmente aus Literatur und Tagespresse in einem dazu passenden architektonischen Setting vereint. Es soll eine Performance entstehen, die die Eigenschaften von Sound, Textilem, Bewegung, Architektur und Film zusammenführt. Parallel dazu ist eine Reihe von Künstlerbüchern geplant, die den Prozess ihrer Recherche festhalten.

Barbara Signer