Jurybericht

Thomas Moor

Geburtsjahr, Ort
1988, Herznach
Fachbereich
Bildende Kunst und Performance

Ganze Industrien und Wirtschaftszweige sind die Ausgangslage für Thomas Moors künstlerische Arbeiten. In bisherigen Werken beschäftigte er sich mit Hilfe der Medien Performance, Video und Installation mit dem kulturellen Kapital und dem Kunstmarkt. Neuerdings arbeitet er auch mit Malerei. Doch kann er nicht als Maler verstanden werden. Die Malerei dient ihm als Werkzeug, um sich erneut eine Industrie vorzuknöpfen: die Wasserindustrie, mit der er sich seit 2014 auseinandersetzt. Er fokussiert in seinem künstlerischen Schaffen auf die Aspekte der Wasserressourcen, deren Verwaltung und Nutzung. Auch die Auswirkungen der lokalen und internationalen Wasserindustrie auf die regionalen Gegebenheiten beschäftigen ihn. Dies setzte er 2019 in einer umfangreichen Serie gemalter Mineralwasseretiketten um. Thomas Moor braucht Platz für Unvorhergesehenes, Zeit für Vertiefung. Dies ermöglicht ihm eine Residenz im ehemaligen Badehaus in Nairs.

Susanne König