Jurybericht

Mira Tschäni

Geburtsjahr, Ort
1975, Beinwil am See
Fachbereich
Bildende Kunst und Performance

Mira Tschänis künstlerisches Universum ist eigenwillig, bunt, märchenhaft. Viele Werke entstehen im Kontext ihrer Familie. In atmosphärischen Aktionen, Filmen und ortsspezifischen Installationen vereint Mira Tschäni selbst hergestellte Kostüme, Requisiten, Musikinstrumente sowie Ess- und Trinkbares und kreiert eine Art Lo-Fi Fantasywelt mit rätselhaften Riten und Geschichten. Das soziale Miteinander ist bei den partizipativen Werken zentral, ebenso der Ort und die dort anzutreffenden Menschen. Diese werden Teil der künstlerischen Autorschaft, wie zum Beispiel bei Performances in der Primarschule Menziken, im Seebad Enge oder in Mumbai/Indien. Aus diesen Aktionen gehen Objekte hervor, Bilder, Prints, die nicht nur visuelle Kunst sind, sondern Erinnerungsstücke der künstlerischen Begegnungen. London bietet Mira Tschäni den idealen Rahmen, neue Bewegungen, Textilien oder neuer Klangquellen durch Worte und Alltagsgeräusche zu entwickeln und dadurch ihre eigene performative Arbeit zu erweitern.   

Hercli Bundi